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Lernen zu Hause - Leitfaden des Kultusministeriums

1. Tipps für Eltern und Erziehungsberechtigte

Für das „Lernen zu Hause“ erhalten alle Schülerinnen und Schüler Lernpläne und Aufgaben von ihren Lehrkräften, die verbindlich zu Hause bearbeitet werden müssen. Folgende Tipps und Anregungen können dabei helfen, das häusliche Lernen und Arbeiten gut zu organisieren:

Den Tagesablauf strukturieren

Eine klare Tagesstruktur vermittelt ein Gefühl von Sicherheit in einem veränderten Alltag. Entwickeln Sie gemeinsam mit ihrem Kind einen Tagesplan, auf dem Lern-, Pausen-, Essens-, Bewegungs-, Medienzeit notiert sind. Eine gesunde Balance zwischen Zeiten, in denen konzentriert gearbeitet wird und Phasen, die für Ruhe und Erholung genutzt werden, ist für alle Beteiligten wichtig. Sorgen Sie für verlässliche Routinen und Rituale, das erspart die tägliche Diskussion und macht immer neue Absprachen überflüssig.

Eine förderliche Arbeitsumgebung gestalten

Nach Möglichkeit sollte Ihrem Kind ein eigener Arbeitsplatz in einer ruhigen und ablenkungsarmen Umgebung zur Verfügung stehen. Stellen Sie sicher, dass alle notwendigen Arbeitsmaterialien bereit liegen und „einsatzbereit“ sind. Bei der Arbeitsorganisation unterstützen Ihr Kind soll die ihm gestellten Aufgaben und Arbeitsaufträge nach Möglichkeit selbstständig erledigen. Eine maßvolle Unterstützung ist natürlich nicht verboten und kann dabei helfen, den Einstieg zu finden oder Verständnisprobleme zu lösen. Ermutigen Sie Ihr Kind, bei Schwierigkeiten und Fragen Kontakt zur Lehrkraft aufzunehmen, um sich gezielt beraten und unterstützen zu lassen! Hilfreich und motivierend kann es außerdem sein, den Arbeitsfortschritt durch das Abhaken einer Liste sichtbar zu machen.

Ein positives Klima schaffen

Das Lernen und Arbeiten zu Hause erfordert in dieser Ausnahmesituation ein besonders hohes Maß an Selbstdisziplin. Umso wichtiger ist es, eine positive Atmosphäre zu schaffen, in der konzentriert, aber auch mit Freude und ohne Druck gelernt werden kann. Leistungsdruck und zu hohe Erwartungen sind kontraproduktiv und führen nicht zu einem besseren Lernerfolg. Gefragt sind vielmehr Geduld, Gelassenheit und tatsächlich auch eine gute Portion Humor!

Hinweise zur Leistungsbewertung

Keinem Kind sollen Nachteile auf Grund seiner Lernbedingungen, familiären Hintergründe oder häuslichen Situation entstehen. Auf Grund der Unterschiedlichkeit der Rahmenbedingungen beim „Lernen zu Hause“ werden in den Schuljahrgängen 1 bis 10 zu Hause erstellte Arbeiten deshalb nicht bewertet. Das beim häuslichen Lernen erworbene Wissen kann jedoch nach Wiederaufnahme des Unterrichts in den Schulen durch Tests, Lernzielkontrollen oder mündliche Abfragen überprüft werden. Ein regelmäßiger und konstruktiver Austausch zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern wird ihr Kind sicher zur Weiterarbeit motivieren und zu guten individuellen Lernfortschritten führen.

Kontakt zur Schule

Die Lehrkräfte Ihrer Kinder stehen Ihnen zu festgelegten Sprechzeiten für die Beantwortung von Fragen und individuelle Beratung zur Verfügung.

Digitale Lernangebote

Für alle die, die auf der Suche nach zusätzlichem „Lernfutter“ oder Übungsmaterial sind, werden auf der Plattform des Niedersächsischen Bildungsservers (NiBiS) aktuell unterschiedlichste Lernangebote für Lehrkräfte, Eltern und Schülerinnen und Schüler gesammelt und bereitgestellt. Unter der Adresse www.lernenzuhause.nibis.de finden sich Unterrichtsmaterialien für alle Fächer und Schulstufen, Linklisten, Apps und weitere Angebote für das Lernen zu Hause.

2. Tipps für Schülerinnen und Schüler

Durch die Corona-Krise hat sich dein Schulalltag völlig verändert. Du erhältst Aufgaben und Lernpläne von deinen Lehrerinnen und Lehrern und musst sie zu Hause bearbeiten und selbstständig erledigen. Damit das gut gelingt, gibt es hier einige Tipps für dich:

Richte deinen Arbeitsplatz ein!

Achte darauf, dass du an einem ruhigen und aufgeräumten Arbeitsplatz sitzt! Alles, was du zur Erledigung deiner Aufgaben benötigst, sollte bereitliegen und „einsatzbereit“ sein. Versuche, jede Ablenkung durch Handy, Musik, Fernseher usw. zu vermeiden!

Gib dir einen Tagesrhythmus!

Ein guter Plan und ein geregelter Tagesablauf helfen dabei, sich nicht zu verzetteln, und sorgen für Struktur in dieser besonderen Situation. Mach dir also einen Tagesplan – am besten gemeinsam mit deinen Eltern -, in dem du Lern-, Pausen-, Essens-, Bewegungs-, Medienzeit notierst! Teile dir die Aufgaben, die du in einer Woche zu erledigen hast, in übersichtliche „Tagesportionen“ auf und entscheide, womit du anfängst! Extra-Tipp: Unbeliebte Arbeitsaufträge am besten sofort erledigen!

Arbeite konzentriert und zielstrebig!

Arbeite die Aufgaben, die du dir für den Tag vorgenommen hast, nach und nach ab und lass dich dabei möglichst nicht ablenken! Wenn du eine Aufgabe erledigt hast, hake sie auf deinem Tagesplan ab. So hast du einen guten Überblick darüber, was noch zu tun ist.

Gib nicht zu schnell auf!

Manche Aufgaben fallen dir sicher leicht, für andere musst du dich mehr anstrengen. Sei nicht zu ungeduldig! Wenn du nicht weiterkommst, kannst du bei deinen Lehrerinnen und Lehrern nachfragen. Sie stehen dir zu festgelegten Sprechzeiten für deine Fragen zur Verfügung, das solltest du nutzen! Belohne dich nach getaner Arbeit, z.B. mit deiner Lieblingsmusik, einem Telefonat mit deiner Freundin oder deinem Freund, einem gemeinsamen Spiel mit deinen Eltern oder Geschwistern oder anderen schönen Dingen, dir die Freude machen!

Original: https://schulnetzmail.nibis.de/files/7fd8342e5f0a3320e33884b6814684ec/Leitfaden_fr_Eltern_Schlerinnen_und_Schler1.pdf